Software Usability mit GenAI
AI erzeugt Lösungen. Menschen müssen sie anleiten und beurteilen.
GenAI beschleunigt Analyse, Entwurf, Implementierung und Test. Benutzbare Software entsteht aber nur mit dem richtigen Nutzungskontext, gezielter Anleitung und kompetenter Beurteilung der Vorschläge.
Software Usability gehört deshalb direkt in bestehende Entwicklungsprozesse – integriert in Backlog, Entwicklung, Test und Review.
Warum Software Usability jetzt wichtiger wird
GenAI beschleunigt zentrale Schritte der Softwareentwicklung. Anforderungen, Interfaces, Code und Tests können heute in kürzester Zeit erzeugt und variiert werden.
Damit wird es wichtiger, AI mit dem richtigen Kontext, klaren Zielen und passenden Qualitätskriterien anzuleiten. Denn plausible Ergebnisse sind nicht automatisch die richtigen Lösungen für reale Nutzer und ihre Aufgaben.
Software Usability ist dabei nicht nur eine UX-Frage, sondern ein Qualitätsmerkmal von Software. Die aktuelle ISO/IEC 25010:2023 bezeichnet diese Qualitätscharakteristik als Interaction Capability. Sie beeinflusst wesentlich, ob Anwender eine Lösung verstehen, wirksam nutzen und letztlich akzeptieren.
Software Usability wird deshalb zu einem festen Bestandteil moderner Softwareentwicklung: nicht als zusätzlicher Prozess, sondern integriert in bestehende Abläufe – vom Backlog über Entwicklung und Test bis zum Review.
GENAI & SOFTWARE USABILITY
AI braucht Kontext.
Menschen geben ihn.
Je leistungsfähiger GenAI wird, desto wichtiger wird die Qualität ihrer Anleitung.
AI kann Anforderungen, Interfaces, Code und Tests erzeugen. Sie weiß jedoch nicht automatisch, wer eine Software nutzt, welche Aufgaben Menschen damit erledigen und unter welchen Bedingungen sie eingesetzt wird.
Diesen Kontext muss das Softwareteam einbringen – ebenso Ziele und Kriterien, anhand derer gute von nur plausiblen Lösungen unterschieden werden können.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Was kann AI erzeugen? Sondern auch: Welchen Kontext braucht sie – und woran erkennen wir, ob das Ergebnis für reale Nutzer funktioniert?
SOFTWAREENTWICKLUNG
Software Usability verbindet AI-Fähigkeit und Nutzungskontext.
GenAI kann Softwareteams in allen Phasen unterstützen. Entscheidend ist jedoch, technische Möglichkeiten mit dem konkreten Nutzungskontext zu verbinden – und diese Perspektive direkt in bestehende Entwicklungsprozesse einzubauen.
AI Capability
GenAI kann Anforderungen strukturieren, Varianten erzeugen, Interfaces vorschlagen, Code erstellen und Tests unterstützen. Sie bringt Geschwindigkeit und Zugriff auf eine enorme Menge bestehender Muster.
Human Context
Menschen bringen das Wissen ein, das AI nicht automatisch besitzt: Nutzer, Aufgaben, Ziele, Domänenwissen und reale Nutzungssituationen. Dieser Kontext entscheidet darüber, ob eine Lösung tatsächlich passt.
Software Usability
Software Usability entsteht, wenn menschliches Kontextwissen in die Arbeit mit GenAI einfließt: durch gezielte Anleitung, geeignete Qualitätskriterien und die bewusste Auswahl und Prüfung der erzeugten Ergebnisse.
ENTWICKLUNGSLOGIK
Wie aus GenAI nutzbare Software entsteht
GenAI beschleunigt die Erzeugung von Lösungen. Software Usability entsteht jedoch erst, wenn Nutzungskontext, gezielte Anleitung und menschliche Beurteilung zusammenkommen.
01
Kontext
Nutzer, Aufgaben und Nutzungssituationen verstehen.
02
Anleiten
AI mit Kontext, Zielen und Qualitätskriterien steuern.
03
Erzeugen
Anforderungen, Interfaces, Code und Tests schnell entwickeln und variieren.
04
Beurteilen
Ergebnisse auswählen, prüfen und auf reale Nutzung abstimmen.
UXPA AUSTRIA
Warum UXPA Austria diesen Schwerpunkt setzt
Usability entsteht heute nicht mehr nur in spezialisierten UX-Teams. Entwickler, Requirements Engineers, Tester und Product Owner treffen laufend Entscheidungen, die unmittelbar beeinflussen, wie gut Menschen Software später nutzen können.
Mit GenAI verstärkt sich diese Entwicklung. Immer mehr Anforderungen, Interfaces, Code und Tests entstehen direkt im Entwicklungsprozess. Umso wichtiger wird die Fähigkeit, Nutzungskontext einzubringen, AI gezielt anzuleiten und Ergebnisse aus Sicht realer Nutzer zu beurteilen.
UXPA Austria möchte deshalb UX und Software Engineering stärker verbinden. Wir schaffen Raum für Praxisbeispiele, Workshops, Weiterbildung und fachlichen Austausch – mit dem Ziel, Software Usability in bestehende Entwicklungsprozesse zu integrieren, statt zusätzliche Prozesse aufzubauen.
FACHLICHER ANSPRECHPARTNER
Robert Pucher
Software Engineering · Software Usability · Generative AI
Robert Pucher beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Software Engineering, Informatikausbildung und der Frage, wie Software so entwickelt werden kann, dass sie für Menschen tatsächlich funktioniert. Als Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Software Engineering an der FH Technikum Wien verbindet er Softwareentwicklung mit Usability, Softwarequalität und dem praktischen Einsatz von AI im Entwicklungsprozess.
Sein Schwerpunkt liegt darauf, Software Usability direkt in bestehende Entwicklungsprozesse zu integrieren. Dabei geht es nicht darum, Entwickler zu UX-Spezialisten zu machen, sondern ihnen genügend Kompetenz zu geben, Nutzungskontext zu verstehen, GenAI gezielt anzuleiten und Ergebnisse kritisch zu beurteilen.
DIREKTE ANFRAGE
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